Flettner Helicopter

 

Fliegerhorst Nellingen 1945- 1946

Historische Aufnahmen vom Nellinger Flugfeld. Mitte der 1930er Jahre  wurden von Deutschland und anderen europäischen Staaten die ersten flugfähigen Hubschrauber entwickelt. Ende des 2. Weltkrieges und Anfang Mai 1945 sind von der einmarschierenden U.S. Army in Bayern einige davon entdeckt und beschlagnahmt worden. Ein paar dieser Fluggeräte sind dann im Mai 1945 samt Piloten und Konstrukteuren auf den Fliegerhorst Nellingen gebracht worden. Dort wurden dann die Hubschrauber von Spezialisten der U.S. Air Force getestet und geflogen bis Frühling 1946. Danach wurden einige der Hubschrauber nach USA verschifft um weiter daran zu testen.

 

Auszug aus dem Buch „Deutsche Hubschrauber“ von Steve Coates:

Am 13. Mai 1945 wurden die beiden Konstrukteure Gerstenhauer und Dumke informiert, dass sie auf eine Fl 282 warten sollen, die mit ihnen

nach Nellingen bei Stuttgart fliegen sollte. Es war die Fl 282 V23, geflogen von Fuisting. Die V23 war zerlegt in einer

Getreidemühle in Sauerberg bei Tölz versteckt worden, wo sie der 56. US-Abrüstungsstaffel in die Hände fiel.

Um 15 00 Uhr starteten die Hubschrauber und kamen bei schönem Wetter gut voran: Sie landeten in Nellingen Fliegerhorst Gelände,

obwohl die Fl 282 V23 in Leipheim nachtanken musste und über Ulm von amerikanischen Piloten zum Schein angegriffen wurde.

Während ihres zehntägigen Aufenthalts in Nellingen wurden die Fa 223 mit amerikanischen Flugbenzin aufgetankt, das erheblich besser

war als der Kraftstoff, den sie zerstörten deutschen Flugzeugen abgezapft hatten.

 

Flettner Fl 282 V62

 

Nellingen Flugplatz Hubschrauber Fa 223 V14 1945-46

Vor der Fa 223 V14 steht Richard Prewitt, Chefingenieur der Kellett Aircraft Corporation und früher amerikanischer Hubschrauberpilot. Als Oberst wurde er Technischer Beauftragter der US Army Air Force und untersuchte deutsche Hubschrauberentwicklungen.

 

Nellingen Flugplatz Hubschrauber Fa 223 V14 vor Hangar

 

Nellingen Flugplatz Hubschrauber Fl 282 V23 1945-46

Die Flettner 282 wird in Nellingen für einen Demonstrationsflug vorbereitet. Links steht eine erbeutete Fi 156, rechts eine Nooduyn UC-64 Norseman.

 

 

Nellingen Flugplatz Hubschrauber Fl 282 V23

Der deutsche Pilot Fuisting wartet geduldig, als ein unbekannter amerikanischer Passagier einsteigt. Die drei Zivilisten sind wohl die früheren Flettner Mitarbeiter Ernst-Willi Reimann, Xaver Schleicher und Wilhelm Deilitz, von denen man weiß, dass sie in Nellingen waren.

 

 

Nellingen Flugplatz Hubschrauber Fl 282 V23

Der Passagier ist eingestiegen und Fuisting bereitet sich auf den Start vor.

 

Nellingen Flugplatz Hubschrauber Fl 282 V23

 

Nellingen Flugplatz Hubschrauber Fl 282 V23

Diese Fotos zeigen Hans Fuisting mit der Fl 282 V23 bei einem für ihn typischen Flugschau-Schwebeflug für die Kamera und Vorführung der, selbst als Zweisitzer, hohen Manövrierfähigkeit des Flettner-Hubschraubers.

 

Nellingen Flugplatz Hubschrauber Fl 282 V23

Richard Prewitt unternahm auch einen kurzen Flug mit Fuisting, sein Urteil:

 sehr beweglich und sehr effizient in Anbetracht der verfügbaren Motorleistung.

Nellingen Flugplatz Hubschrauber Fl 282 V23

Nellingen Flugplatz Hubschrauber Fl 282 V23

Nellingen Flugplatz Hubschrauber Fl 282 V23

Focke-Angelis Fa 223 V14 Anfang Juni 1945 in Stuttgart-Nellingen

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